Hello,

British columbia


Schnorcheln mit Robben

Die Küste ist bekannt für seine Artenvielfalt - von Fischen, über Robben und Deline bis zu Walen. Da wir in Australien schonmal mit Robben geschnorchelt sind und wir bis heute davon schwärmen, wollten wir auch mit kanadischen Robben Bekannschaft machen. Ein Boot brachte uns in die Nähe von kleinen Inseln vor dem Festland. Mit dickem Wetsuit und Schnorchelequipment ging es dann ins Wasser. Dann heißt es ruhig bleiben und warten, ob sich die Robben zu einem gesellen wollen.

 

Rocky Mountains

Hello Rocky Mountains! Der Regen und die kühleren Temperaturen der letzten Woche haben die Waldbrände gelöscht. Der Rauch ist verschwunden und so können wir endlich die volle Schönheit der Rocky Mountains sehen! Solange die Waldbrände keine Menschen und Siedlungen gefährden, lässt man sie übrigens weitestgehend brennen. Damit der Wald gesund bleibt, soll er in etwa alle 150 Jahre abbrennen und neu wachsen - dies ist in der Natur üblich.  Aufgrund der Erderwärmung, die mehr Hitze und Trockenheit bringt, werden die Brände allerdings häufiger und größer. 

 

Glacier Nationalpark

Unser erster Halt ist der Glacier Nationalpark. Er befindet sich noch in British Columbia, direkt neben dem Banff Nationalpark, welcher die Grenze zu Alberta bildet. Wir genossen die angenehme Herbstsonne und die Ruhe der Nebensaison. 

 

Mile Zero

(Nachdem wir im Yukon waren gesehen)

Nach 1.849km haben wir „Mile Zero“ des Alaska Highways erreicht. Für viele ist dieses Schild in Dawsons Creek der Startpunkt einer langen Reise gen Norden. Für uns ist es in diesem Fall ein Zwischenhalt Richtung Süden.

 

Der Alaska Highway (ehemals ALCAN Military Highway) wurde übrigens während des zweiten Weltkrieges gebaut, um Militärtransporte nach Alaska zu ermöglichen. Mit Erlaubnis, den Highway ebenfalls nutzen zu dürfen, genehmigte Kanada das Bauvorhaben 1942. Bereits 6 Monate später war der Highway, als Schotterpiste, fertiggestellt. 6 Jahre später wurde er für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Im Jahr 1960 wurde die Schotterstraße vollständig asphaltiert. Aufgrund von zahlreichen Baustellen, besteht ein Teil der Strecke jedoch immer wieder aus Schotter. 

 

Vancouver Island


Eine Fähre brachte uns samt Van nach Vancouver Island. Die Überfahrt dauerte etwa 2,5  Stunden. Mit etwas Glück kann man vom Deck aus Wale sehen. Mit Jacke, Mütze und Schal eingepackt starrten wir auf das Wasser. Neben Möwen und anderen Vögeln sahen wir noch eine Gruppe von Delfinen. Wale blieben uns leider verborgen. 

MacMillan Provicial Park

Der erste Ausflug auf Vancouver Island führte uns zum MacMillan Provincial Park. In dem Urwald befinden sich bis zu 800 Jahre alte Bäume.  Neben ihrem Alter, sind vor allem ihre Maße beeindruckend. Der Durchmesser kann bis zu 9m betragen, bei einer Höhe von 70m. 

 

Schönster Schlafplatz

Unweit von dem Provincial Park befindet sich ein alter Wanderweg, dessen Parkplatz mittlerweile von Campern genutzt wird.  Bis heute würden wir sagen, dass dies der schönste Schlafplatz war, an dem wir jemals waren. Neben uns ragen weiterhin die riesigen Bäume in die Höhe. Hinter uns ist ein glasklarer Fluss. Es ist September, die Lachse haben einen langen Weg auf sich genommen, um zu ihrer Geburtsstätte zurückzukehren. Vom Ufer aus konnten wir beobachten, wie sie ihre Eier zwischen die Steine legten. An einem Samstag trafen wir auf 2 Reisende aus Israel - sie luden uns zu einem traditionellen Frühstück ein. Wir verquatschten uns bis in den späten Nachmittag mit beiden und verbrachten so gemeinsam Schabbat. Als wäre dies nicht schon schön genug, schlich am frühen Abend ein Bär entlang der anderen Uferseite um ein paar Lachse zu fischen. 

 

Tofino

Wer hätte gedacht, dass wir in Kanada zum ersten Mal surfen? Der Ort Tofino mit seinen langen Stränden eignet sich bestens, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Für umgerechnet 50 Euro liehen wir uns 2 Wetsuits und 2 Surfbretter und probierten unser Glück. Aller Anfang ist schwer, aber wir schafften es immerhin auf den Brettern zu knien, bzw. das ein oder andere Mal sogar für ein paar Sekunden zu stehen. 

 

Elk Falls Provincial Park

Ein weiterer schöner Provincal Park auf Vancouver Island ist der Elk Falls Provincial Park. Die ersten Blätter verfärben sich und fallen auf den Boden. Es wird Herbst - doch es liegt noch ein großer Teil Kanadas vor uns. 

 

Quinsam River

In Campbell River werden zahlreiche Touren angeboten, die einen zu Plätze bringen, bei denen man Schwarz- und Grizzlybären bei der Fischjagd sehen kann. Das klingt verlockend, doch die Ausflüge sind mit mindestens 500 Euro pro Person nicht gerade in unserem Reisebudget. Die Flüsse hier sind voll mit Lachsen - also versuchen wir unser eigenes Glück.

 

Wir haben gehört, dass sich am Quinsam River einige Schwarzbären rumtreiben und so suchten wir uns in der Abenddämmerung einen Platz im Gebüsch. Wir warteten etwa eine halbe Stunde und starrten auf das Ufer. Und tatsächlich - da ist ein Schwarzbär! Er blieb stehen und schnupperte in der Luft. Er sah uns an und nährte sich dem Ufer. Alles was uns trennte war ein 5, breiter, ziemlich flacher Fluss - voll mit seinem Lieblingsessen : Lachs. Vor Aufregung und Angst zitterten wir beide etwas. War das wirklich eine gute Idee? Der Bär schlich entlang des Ufers und verschwand nach 5 Minuten wieder. Wir gingen zurück zum Auto, welches ca. 1,5km entfernt stand. Auf dem Weg begegneten wir noch einem Schwarzbären.

 

Am nächsten Tag, etwas mutiger, gingen wir zur gleichen Stelle. Pünktlich wie am Vortag erschien der gleiche Schwarzbär. Wieder schnupperte er an der Luft und nährte sich dem Ufer. Wir waren entspannter, er war entspannter. Ob es daran lag? Auf jeden Fall konnten wir den Bären diesmal über eine halbe Stunde beobachten. Zwischenzeitlich kamen sogar 2 andere Schwarzbären dazu, die ebenfalls entlang des Ufers spazierten. 

 

Victoria

Wir fuhren zurück an die Südspitze der Insel - hier liegt Victoria, die Hauptstadt der Provinz British Columbia. Die Stadt wurde 1843 von den Briten gegründet und trägt heute noch den Charme einer historischen Kolonialstadt. Mit 100.000 Einwohnern im Kern und 400.000 in der Metropolregion, hat die Stadt eine überschaubare Größe. Der malerische Hafen bildet das Herzstück und wird von historischen Gebäuden und modernen Sehenswürdigkeiten umrahmt. Hier findet man unter anderem auch das Parlamentsgebäude.

 

Fisherman's Wharf ist ein in bunter, lebendiger Hafen mit bunten Häuserbooten, Fischrestaurants und kleinen Geschäften. Hier kann man frischen Fisch und Meeresfrüchte probieren, während man die malerische Aussicht auf den Hafen genießt. Wir schlenderten durch die Straßen und erreichten Chinatown - welches mit historischen Gassen, bunten Geschäften und traditionellen Restaurants die lange Geschichte der chinesischen Gemeinschaft in der Region widerspiegelt, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht.

 

Obwohl Victoria heute eine multikulturelle Stadt ist, spielt die indigene Gemeinschaft eine nach wie vor aktive Rolle in der Stadt und im weiteren Bereich. Viele indigene Völker kämpfen weiterhin für die Anerkennung ihrer Landrechte und den Schutz ihrer kulturellen Traditionen. Wer sich von der Stadtatmosphäre erholen möchte, findet im Beacon Hill Park großzügige Grünflächen, Gärten und Teiche. Hier befindet sich auch „Mile 0“ - ein symbolischer Punkt, der den Startpunkt des berühmten Alaska Highway markiert - auf den wir später noch einige Kilometer zurücklegen werden. 

 

Hyder (Alaska)

Wir hörten von einer Geisterstadt namens „Hyder“, die sich an der Westküste befindet und - der damaligen Grenzziehung sei dank - tatsächlich zu Alaska, also den USA gehört. Da man die Stadt sowieso nur durch eine Straße, die durch kanadischen Territorium führt, erreichen und verlassen kann, benötigt man für die Einreise kein Visum. Hyder wurde ursprünglich als Bergbaustadt gegründet und florierte nach Silber und Gold fünden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit dem Rückgang des Bergbaus verschwand auch die Bevölkerung und Bedeutung. Heute leben hier nur knapp 50 Einwohner und viele Häuser und Gebäude sind verlassen und verwittert.

 

Die Fish Creek Wildlife Observation Site ist eine Plattform, von der man in der Lachsaison und mit etwas Glück Schwarz- oder Grizzlybären sehen kann. Als wir das Gelände erreichten, schien alles bereits geschlossen. Wir trafen noch eine Mitarbeiterin an, die das Gebäude für die lange Winterpause vorbereitete. Sie sagte uns, dass wir die Saison verpasst haben und vermutlich keine Bären mehr sehen werden. Etwas enttäuscht drehten wir uns um und gingen zum Van. Doch das Glück war mit uns - wir sahen einen Grizzlybären, der noch auf der Suche nach letzten Lachsen war. Die Mitarbeiterin war so nett und blieb aus Sicherheitsgründen bei uns - zwar standen wir auf einer Plattform, doch die Bären können hier theoretisch hochklettern. 

 

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